Reflexzonentherapie am Fuss n. Marquardt

Die (RZF) ist eine ganzheitliche Therapieform. Der gesamte Mensch spiegelt sich mit seinen Organsystemen und seinem Bewegungsapparat in den von Hanne Marquardt und ihren Nachfolgern seit 1958 untersuchten Reflexzonen wieder. (Quelle: Praktisches Lehrbuch der Reflexzonentherapie am Fuss, Hanne Marquardt, Hippokrates Verlag)

Der Untersuchung geht zunächst eine umfassende Befragung über Art und Geschichte der Beschwerden voraus.

Danach folgt ein Sicht- und Tastbefund, mit dessen Hilfe bestimmte Auffälligkeiten gesucht werden. Die dabei auffällig gewordenen Reflexzonen werden durch gezielte Massagetechniken stimuliert.

Hier sei ausdrücklich gesagt, dass es sich bei der (RZF) nicht um eine reine Wellness-Therapie handelt. Die exakte Erfassung der belasteten Zonen und deren Behandlung ist entscheidend für den Erfolg.

Dennoch werden die Grifftechniken immer so angewandt, dass der Patient stets dabei entspannt bleibt. Nach kräftigeren, anregenden Griffen werden immer wieder sanfte Ausgleichsgriffe zwischen geschaltet.

Nicht selten kommt es zu einer vom Patient als sehr angenehm wahrgenommenen Tiefenentspannung. Dieses energetische Ausgleichen des Vegetativums (nicht bewusst steuerbares Nervensystem) hat eine enorme Bedeutung für jeden Heilungs- und Regenerationsprozess.

Daher kann die Reflexzonentherapie am Fuß durchaus auch als  Unterstützung der Schulmedizin bei schwerwiegenderen Erkrankungen eingesetzt werden, nicht jedoch zu deren Behandlungen als primäre Methode.

Bei jedem Folgetermin werden die vom Patient wahrgenommenen Veränderungen genau abgefragt und wiederum ein Befund der Zonen erhoben. Auf diese Weise kann der bisherige Erfolg der Behandlung bewertet und die weitere Planung der Behandlung festgelegt werden.

Bei Erkrankungen der Organe und des Hormonsystems kann sich die RZF  als sehr hilfreich erweisen.

Auch bei Erkrankungen des Bewegungsapparates setze ich sie als Unterstützung sehr gerne ein.

An dieser Stelle sei aber noch einmal betont, dass es sich um eine ganzheitliche Methode handelt. Das heißt, dass beispielsweise bei Kopfschmerzen, die aufgrund des OMT-Befundes scheinbar von der Halswirbelsäule her rühren, nicht nur die Zonen der Halswirbelsäule behandelt werden.

In die Behandlungen werden dann alle Zonen, in diesem Fall auch häufig die Darmzonen, mit einbezogen, die sich bei der Untersuchung am Fuß als auffällig gezeigt haben.

Grundgedanke ist, neben der lokalen manuellen Behandlung direkt am Ort der Beschwerden, so zu sagen aus der Ferne, von den Reflexzonen am Fuß her über das Reflexgeschehen Einfluss auf den Menschen als Ganzes zu nehmen und Selbstheilungsprozesse anzuregen.

Es sei hier am Ende ausdrücklich nochmal darauf hingewiesen dass die Konzept der FRZ auf Erfahrungswerten basiert.

Wie bei vielen naturheilkundlichen Methoden existieren Theorien  wie eine Wirkung durch die FRZ zustande kommen kann, es gibt jedoch keine großen wissenschaftlichen Studien hierzu.

Tatsächlich jedoch galt die Erde zu Zeiten Galileo Galileis als eine Scheibe und man nahm an, die Sonne würde sich um die Erde drehen. Galileo Galilei war da anderer Meinung und wurde 1633 von der katholischen Inquisition gezwungen, seine auf dem kopernikianischen Weltbild und den Beobachtungen des Johannes Keplers fußende Lehre zu widerrufen. Erst 1992 erkennt der Vatikan seinen Irrtum an und rehabilitier damit Gallileo Galilei.

So ist nun mal was was noch nicht bewiesen ist noch lange nicht falsch, schädlich oder nicht existent. Ein jeder kann nun selbst entscheiden ob er lieber kritisch oder eher offen dieser Therapieform gegenüber sein will.

Fussreflexzonen

vereinfachte Abbildung der Reflexzonen aus: Naturheilpraxis Heute, Hrsg. Elvira Bierbach, Urban & Fischer Verlag